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Nebenkläger

Verletzte bzw. Opfer einer Straftat können in bestimmten Fällen neben der Staatsanwaltschaft als Ankläger auftreten und hierdurch am Verfahren teilnehmen.

Wurde jemand durch eine rechtswidrige Tat getötet, so steht das Recht auf Erhebung der Nebenklage den Eltern, Kindern, Geschwistern, dem Ehegatten oder Lebenspartner zu.

Zu den betroffenen Straftaten gehören bspw.

  1. Sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen, Kindern und Jugendlichen, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Zuhälterei, Ausbeutung von Prostituierten,
  2. Mord und Totschlag,
  3. Aussetzung, Körperverletzung, Mißhandlung von Schutzbefohlenen,
  4. Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung oder Ausbeutung der Arbeitskraft, Menschenraub, Entziehung Minderjähriger, Kinderhandel, Nachstellung,
  5. Freiheitsberaubung im schweren Fall, Erpresserischer Menschenraub, Nötigung,
  6. Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz.

Zudem kann die Nebenklage auch in weiteren Fällen zugelassen werden, wenn dies aus besonderen Gründen, insbesondere wegen der schweren Folgen der Tat, zur Wahrnehmung der Interessen des Verletzten geboten erscheint.

Der hierfür erforderliche Antrag kann durch einen Rechtsanwalt gestellt werden.

Ein Nebenkläger kann sich durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen. Die Kosten des Nebenklägers hat in der Regel der verurteilte Täter zu tragen. Zudem kann ein Rechtsanwalt in bestimmten Fällen auf Antrag auch durch das Gericht als Nebenklägervertreter beigeordnet werden.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen bei einer unverbindlichen Erstberatung zur Verfügung.

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Recht ist,

was der

Freiheit dient.

(Thomas Dehler)